90 Prozent der Deutschen entscheiden sich jeden Morgen für eine Tasse Kaffee, denn das “schwarze Gift” regt das Gehirn zu höheren Leistung…Alles »90 Prozent der Deutschen entscheiden sich jeden Morgen für eine Tasse Kaffee, denn das “schwarze Gift” regt das Gehirn zu höheren Leistungen an, stimuliert die Muskeltätigkeit und fördert die Verdauung. Wer sich abends so richtig entspannen will, greift zu Zigaretten, Wein und Bier. Am nächsten Morgen helfen Kopfschmerzmittel, den Tag im Büro zu überstehen. Geschluckt wird, was “hilft” – mit den entsprechenden Konsequenzen: Der massenweise Konsum von Alltagsdrogen bedroht die Gesundheit.
Er gehörte einmal zu den großen deutschen Industriellen. Er hat einen mittelständischen Betrieb im Herzen der westfälischen Kleinstadt Herten zum größten Wurst-Konzerns Europas ausgebaut. Er revolutionierte die Verarbeitungstechnik von Fleisch in Deutschland, war von 1966 bis 1979 Präsident des Bundesverbandes Deutsche Fleischwarenindustrie und war Europas Fleischlobbyist Nummer 1. Doch auf dem Höhepunkt seines Erfolges schaltete er diese Karriere ab, wie mit einem Lichtschalter: Karl Ludwig Schweisfurth wechselte im Alter von 54 Jahren sein Leben. Der Wurstfabrikant verkaufte 1984 seinen Milliardenkonzern “Herta” an Nestlé und wurde Biobauer in Bayern. Zunächst verspottet und ausgegrenzt (“Ich bin kein Bayer, kein Bauer – ich bin ja nicht mal katholisch.”), wurde sein Biohof “Gut Hermannsdorf” in Zeiten von BSE, Antibiotika-Skandalen und Maul- und Klauenseuche zum Öko-Wallfahrtsort für ganz Europa. Seine Produkte, obwohl teuer, sind in seinen modernen Bio-Supermärkten quasi verkauft, bevor er sie produziert hat. Er zeigt, dass verantwortungsvoller Umgang nicht in sackleinener Langeweile daherkommen muss – und sich dennoch mit ökonomischem Erfolg verbinden lässt. Vom Metzger zum Groß-Industriellen und zurück: Meike Hemschemeier zeichnet das bewegte Leben von Karl Ludwig Schweisfurth in einem einfühlsamen O-Ton-Portrait nach. Sein Lebensweg ist die Geschichte eines großen Unternehmers voller Ideen, Sehnsüchte und Brüche, der immer auf der Suche war. Von einem, der auszog in fremde Länder, immer schneller und effizienter werden wollte – um zwei Jahrzehnte später festzustellen, dass ihn diese Art von Erfolg nicht glücklich macht.
Psychische Erkrankungen entwickeln sich zur Volkskrankheit. Kann jeder von uns jederzeit „verrückt“ werden? Was passiert dann? Tabuthema Psychiatrie. Der Kamera ist diese Welt fast immer verschlossen. Schizophrenie, Psychose, Borderline: Vieles ist an diesen Krankheitsbildern noch unklar. Medikamentöse Therapien, die bei dem einen anschlagen, sind beim anderen von heftigen Nebenwirkungen begleitet. Oder die Alternative: kostenintensive Betreuung, menschliche Zuwendung statt Medikamente. Viel wird einfach ausprobiert. die story beobachtet den Weg der Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung, Unterbringung in weiterführenden Einrichtungen oder auch die Wiederaufnahme – es gibt Patienten, die schon 120 Mal erneut den Weg von der Notaufnahme in die geschlossene Abteilung gehen und dort – auch – ihre Heimat finden. Wir begleiten zum Beispiel eine gutbürgerliche Ehefrau und Mutter, die nach der Geburt ihres ersten Kindes eine Psychose bekommt. In der Therapie lernt sie, die Hintergründe ihrer Krankheit zu verstehen. Außergewöhnliche Perspektiven und miterlebte Patienten- Geschichten in der „Geschlossenen Gesellschaft“. Ärzte und Pfleger, die ihr gesamtes Berufsleben in der Psychiatrie verbringen. Was ist normal, was verrückt?
in Unternehmen ist juristisch gesehen eine Person, aber was für eine? Ein kanadischer Dokumentarfilm kommt zu dem Ergebnis, dass sich Konz…Alles »Ein Unternehmen ist juristisch gesehen eine Person, aber was für eine? Ein kanadischer Dokumentarfilm kommt zu dem Ergebnis, dass sich Konzerne in der Regel wie klinische Psychopathen verhalten. Wer weiter den Glauben an den “friendly Capitalism” behalten möchte, der alle Wünsche erfüllt, dabei bunt und fröhlich ist, der möge diesen Film meiden. Wer wie Neo in Matrix die rote Pille der Wahrheit vertragen kann, sollte sich ihn allerdings unbedingt anschauen.
Das Martinistift liegt ca 25km entfernt von Münster und ist Deutschlands größte geschlossene Unterbringung für männliche Jugentliche. Hier wird eine harte Form der Heimerziehung praktiziert. Trotzdem ist die Nachfrage von Jugendämtern nach Plätzen in der geschlossenen Unterbringung groß. Michael Richter hat dort über drei Monate den Alltag mit der Kamera begleitet.
Oleg war eine Woche lang abgehauen. Gemeinsam mit seinen Freunden hat der 13-Jährige bis zur Bewusstlosigkeit getrunken und gekifft. Jetzt ist er wieder zurück in der geschlossenen Unterbringung für jugendliche Kriminelle im Martinistift. Aufgedreht von Drogen und Alkohol provoziert Oleg jetzt die Erzieher, bis sie ihn in seinem Zimmer einschließen. Szenen wie diese gehören zum Alltag. Die Jugendlichen kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und werden von “normalen” Heimen oft als nicht mehr tragbar abgelehnt. “Durch die geschlossenen Türen zwingen wir die Jugendlichen, sich mit uns und mit sich selbst auseinanderzusetzen”, erläutert Maria Holling, pädagogische Leiterin des Martinistifts.