Qin Shi Huangdi hatte das erste geeinte Chinesische Reich geschaffen. Doch die Angst vor dem Tod beherrschte den Kaiser. Da er sich ein Leben im Jenseits nur als Fortsetzung des irdischen Lebens vorstellen konnte, ließ er gleich nach der Thronbesteigung mit dem Bau seines Grabpalastes beginnen. Auf seine Armee konnte der Tyrann auch nach dem Tod nicht verzichten. 8.000 Soldaten und Pferde, in Lebensgröße aus Ton gefertigt, sind seit 1974 freigelegt worden. Schon das Wenige, das heute freigelegt ist, übertrifft an Größe und Ausstattung die bekannten Herrschergräber der Welt. Die tönernen Krieger sind heute neben der Verbotenen Stadt und der Großen Mauer Chinas größte Attraktion. Der Sommerpalast an den Westbergen bei Peking ist der einzige erhaltene kaiserliche Garten. In ihm ist der vollkommene Traum der chinesischen Gartenarchitektur verwirklicht.
Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, im Südosten in der Provinz Oriente gelegen, steht immer ein klein wenig im Schatten Havannas. Zu Unrecht, denn Santiago de Cuba ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt. Die Santiagueros sind temperamentvoller, auf den Straßen ist es fröhlicher als im fernen Havanna. In keinem anderen Ort Kubas sind dessen indianische, afrikanische und europäische Wurzeln so spürbar. “Wiege der Revolution”, nennt sich Santiago de Cuba voller Stolz. Nahezu alle Freiheitsbewegungen in Kuba hatten ihren Ursprung in und um diese Stadt. Santiago de Cuba ist auch die Wiege des Son, der Musik, die sich aus den Tänzen der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen entwickelte. Zum Weltkulturerbe ernannte die UNESCO “El Morro” wie das Castillo San Pedro de la Roca kurz und bündig genannt wird.
Nikola Tesla wurde 1856 in Kroatien geboren und starb1943 in New York. Er wird vielfach als “der größte Erfinder aller Zeiten” bezeichnet. Als Entdecker der “Freien Energie” ist er für einige fast zu einem Mythos geworden. Auch die Wissenschaft erinnert sich allmählich wieder an jenes vergessene, visionäre Genie, das seiner Zeit damals weit voraus war und ebenso verkannt und bekämpft wie ehrfürchtig bewundert wurde. Es war Tesla, nicht Edison, der Energieübertragung mittels Wechselstromtransformation entwickelte; es war Tesla, nicht Marconi, der das Radio erfand; es war Tesla, der bereits vor hundert Jahren die Grundlagen für die Computertechnik, den Satellitenfunk und die Raumfahrt schuf. Nikola Tesla träumte von einer besseren Welt: von einer Erde, befreit von Hunger und Not, von einem weltweiten Kommunikationssystem, von der Kontrolle es Menschen über das Wetter, von der Nutzung eines unbegrenzten Vorrats von Energie und, last not least, von einer ständigen Verbindung zu Bewohnern anderer Planeten. Vieles, was Teslas Zeitgenossen wie Utopie erschien, gehört inzwischen zu den alltäglichen Errungenschaften des modernen Lebens, anderes wird bis heute nicht verstanden oder aber der Öffentlichkeit vorenthalten: ein Teil seiner schriftlich skizzierten Erfindungen verschwand in geheimen Militär- und Staatsarchiven.
In seiner allgemeinen Relativitätstheorie hatte Einstein vorhergesagt, dass Lichtstrahlen in der Nähe schwerer Körper gekrümmt werden. Dass diese Annahme richtig ist, stellte sich bei der Sonnenfinsternis 1919 heraus - und Einstein wurde dafür weltberühmt. Der Professor fuer Astrophysik, Harald Lesch, erklaert in dieser kurzen Dokumentation die Bedeutung von Einsteins Entdeckung.
Zum weltumspannenden Konzernimperium der Quandts zählten in den vergangenen 100 Jahren Unternehmen wie Altana, Milupa, Varta und - bis heute - die Industrie-Ikone BMW. Doch die Quandts verbargen bislang ihre Familiengeschichte und die Herkunft von Teilen ihres Vermögens. Die Archive ihrer Firmen blieben Journalisten und Historikern verschlossen. Für ‘Das Schweigen der Quandts’ recherchierten die NDR Autoren Eric Friedler und Barbara Siebert über fünf Jahre hinweg in Archiven im In- und Ausland. Mithilfe der von ihnen zusammengetragenen Dokumente ist es ihnen gelungen, Stück für Stück die Herkunft von Teilen des Familienvermögens offen zu legen. Das Fazit: Die Quandts nutzten offenbar die wirtschaftlichen Vorteile, die der Nationalsozialismus ihnen bot. Sklavenarbeit von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern ermöglichten Profite und den Ausbau ihres Konzerns. Das belegen unter anderem erschütternde Aussagen letzter Überlebender des Konzentrationslagers Hannover-Stöcken. Dieses Lager, welches unmittelbar an die Quandtsche Batteriefabrik AFA, später Varta, angegliedert war, galt als ‘kleines Auschwitz’ des Nordens. Mit Wissen und Billigung der Quandts fand dort ‘Vernichtung durch Arbeit’ statt. Die Vermögenszuwächse, welche die Quandts zwischen 1933 und 1945 erzielten, begründeten zum Teil ihren Aufstieg in der deutschen Nachkriegswirtschaft. Die Autoren haben mit dieser ersten Dokumentation über die Geschichte der Familie eine Mauer des Schweigens durchbrochen - mit Erfolg: Wenige Tage, nachdem die Dokumentation “Das Schweigen der Quandts” erstmals im Ersten gesendet worden war, kündigten Mitglieder der Familie Quandt an, sie wollten ein Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte ins Leben rufen. Die Vorwürfe, die in der NDR Dokumentation erhoben wurden, hätten die Familie “bewegt”, heißt es in der Mitteilung der Familienmitglieder Susanne Klatten, Gabriele Quandt-Langenscheidt, Sven Quandt und Stefan Quandt.