Amalfi, nach dem die ganze “göttliche Küstenlandschaft„ benannt ist, kann als eines der berühmtesten Touristenzentren Kampaniens und ganz Süditaliens bezeichnet werden. Es verdankt seinen Ruhm der landschaftlichen Schönheit, der klaren See mit einer einzigartigen Farbe, dem milden Klima, aber auch den hochentwickelten Fremdenverkehrseinrichtungen. Ebenso ruhmreich ist aber auch die Vergangenheit Amalfis: War es doch die älteste der Seerepubliken, die erste, die sich behaupten konnte.
Qin Shi Huangdi hatte das erste geeinte Chinesische Reich geschaffen. Doch die Angst vor dem Tod beherrschte den Kaiser. Da er sich ein Leben im Jenseits nur als Fortsetzung des irdischen Lebens vorstellen konnte, ließ er gleich nach der Thronbesteigung mit dem Bau seines Grabpalastes beginnen. Auf seine Armee konnte der Tyrann auch nach dem Tod nicht verzichten. 8.000 Soldaten und Pferde, in Lebensgröße aus Ton gefertigt, sind seit 1974 freigelegt worden. Schon das Wenige, das heute freigelegt ist, übertrifft an Größe und Ausstattung die bekannten Herrschergräber der Welt. Die tönernen Krieger sind heute neben der Verbotenen Stadt und der Großen Mauer Chinas größte Attraktion. Der Sommerpalast an den Westbergen bei Peking ist der einzige erhaltene kaiserliche Garten. In ihm ist der vollkommene Traum der chinesischen Gartenarchitektur verwirklicht.
Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, im Südosten in der Provinz Oriente gelegen, steht immer ein klein wenig im Schatten Havannas. Zu Unrecht, denn Santiago de Cuba ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt. Die Santiagueros sind temperamentvoller, auf den Straßen ist es fröhlicher als im fernen Havanna. In keinem anderen Ort Kubas sind dessen indianische, afrikanische und europäische Wurzeln so spürbar. “Wiege der Revolution”, nennt sich Santiago de Cuba voller Stolz. Nahezu alle Freiheitsbewegungen in Kuba hatten ihren Ursprung in und um diese Stadt. Santiago de Cuba ist auch die Wiege des Son, der Musik, die sich aus den Tänzen der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen entwickelte. Zum Weltkulturerbe ernannte die UNESCO “El Morro” wie das Castillo San Pedro de la Roca kurz und bündig genannt wird.
Als die Spanier 1532 in Peru eindrangen setzten sie die alten Inkaherrscher als kontrollierte Könige ein. Einer von ihnen, Manco Cápac musste nach einem verlorenen Aufstand gegen die Spanier fliehen. Im unzugänglichen Bergland von Cuzco soll er eine neue Stadt gegründet haben. Vilcabamba wurde sie in den Überlieferungen genannt. Ihr Anblick ist überwältigend. Auf einem steilen Gebirgsstock haben die Inka eine Stadt angelegt, in der wahrscheinlich nahezu 4.000 Menschen gelebt haben. Von keinem Punkt des Tales aus ist sie zu sehen. Nur ein schmaler Pfad, der wohl schon zu spanischer Zeit durch einen Bergrutsch blockiert war, führt hinauf. Zu Füßen einer schroffen Felswand, dem Huayna Picchu, erstreckt sich die in drei Bereiche gegliederte Stadt.
“Wenn es das Paradies auf Erden gibt, dann gehört Damaskus ohne Zweifel dazu, und wenn das Paradies im Himmel liegt, dann ist Damaskus sein irdisches Gegenstück”, schrieb der andalusische Reisende Anfang des 12. Jahrhunderts. Damaskus, der Name klingt schon in den Ohren nach Verzauberung, nach Märchenland. So haben die Dichter auch die syrische Stadt gepriesen: als die Geheimnisvolle, die Lebendige, die Mutter aller Städte, die Perle des mittleren Ostens. In einer der größten und fruchtbarsten Oasen Vorderasiens gelegen, zieht der Ort seit Jahrtausenden die Menschen magisch an. Das hat die Metropole am Fusse des Berges Qassyun zu einer der ältesten Städte der Menschheitskultur gemacht. Damaskus, schillernd wie die vielen Völker, die sich hier niederließen, heilig wie die großen Religionen, die hier aufeinander treffen, betriebsam und nimmermüde das Handelszentrum, die Schnittstelle zwischen Ost und West. Seit vier tausend Jahren eine kontinuierliche Stadtgeschichte, die heute genauso dynamisch ist wie zu Zeiten der Pharaonen, der Römer, der Omajjaden, der christlichen wie islamischen Bekehrung.