Das Martinistift liegt ca 25km entfernt von Münster und ist Deutschlands größte geschlossene Unterbringung für männliche Jugentliche. Hier wird eine harte Form der Heimerziehung praktiziert. Trotzdem ist die Nachfrage von Jugendämtern nach Plätzen in der geschlossenen Unterbringung groß. Michael Richter hat dort über drei Monate den Alltag mit der Kamera begleitet.
Oleg war eine Woche lang abgehauen. Gemeinsam mit seinen Freunden hat der 13-Jährige bis zur Bewusstlosigkeit getrunken und gekifft. Jetzt ist er wieder zurück in der geschlossenen Unterbringung für jugendliche Kriminelle im Martinistift. Aufgedreht von Drogen und Alkohol provoziert Oleg jetzt die Erzieher, bis sie ihn in seinem Zimmer einschließen. Szenen wie diese gehören zum Alltag. Die Jugendlichen kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und werden von “normalen” Heimen oft als nicht mehr tragbar abgelehnt. “Durch die geschlossenen Türen zwingen wir die Jugendlichen, sich mit uns und mit sich selbst auseinanderzusetzen”, erläutert Maria Holling, pädagogische Leiterin des Martinistifts.
Teil 2: http://de.youtube.com/watch?v=rkNCqp4-lo0
Teil 3: http://de.youtube.com/watch?v=XzmTri2VnfQ
Teil 4: http://de.youtube.com/watch?v=-pxA9A4qqds
Teil 5: http://de.youtube.com/watch?v=s6MnStlE_X0