Die ungleiche Verteilung der Reichtümer ist der wichtigste Schlüssel zum Verständnis der modernen Welt. Doch weshalb sind die Machtverhältnisse so verteilt, wie wir sie heute kennen? Warum sind Europa und Asien in der Geschichte so dominant? Warum haben nicht die Indianer, Afrikaner und Aborigines die Europäer und Asiaten versklavt und vernichtet? Die ungleiche Entwicklung der menschlichen Gesellschaften ist milieubedingt und nicht auf genetische Unterschiede zurückzuführen. Dies beweist Jared Diamond anhand eines Rückblicks auf 13.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Indem er so unterschiedliche Disziplinen wie Genetik, Molekularbiologie, Verhaltensökologie, Epidemiologie, Linguistik, Archäologie und Technologiegeschichte heranzieht, verdeutlicht er insbesondere die Rollen der Lebensmittelproduktion und der Entstehung von dichten menschlichen Populationen, deren Herausbildung durch die landwirtschaftliche Revolution begünstigt wurde. Ferner zeigt er die Auswirkung der geografischen Lage auf die Verbreitung von Schrift und Technologie, die in Eurasien mit dem Breitengrad und in Amerika und Afrika mit dem Längengrad variiert.
Teil 1 – Die ersten Ansiedlungen
Teil 2 – Kollision der Kulturen
Teil 3 – Von Sein und Haben