Wenn die Erde ein Apfel wäre, dann hätte die tiefste, jemals durchgeführte Bohrung nicht einmal die Schale durchdrungen. Das zwölf Kilometer in den Untergrund reichende Loch gab Wissenschaftlern Einblick in die Zusammensetzung des äußeren Teils der Erdkruste. Moderne Methoden liefern den Experten ein Bild vom Innenleben der Erde. Seismologische Beobachtungen führten zu einer Unterteilung des Mantels in einen unteren und einen oberen, umhüllt von Übergangszonen. Dem Mantel folgt der äußere und der innere Kern. Das Innerste hat sich als Resultat des Druckgefrierens verfestigt, der äußere Kern besteht aus einer heißen, elektrisch leitenden Flüssigkeit. Die Drehung der Erde bewirkt einen Dynamoeffekt, der ein System elektrischer Ströme auslöst. Diese erzeugen das Erdmagnetfeld. Das Herz der Erde kühlt weiter ab und verfestigt sich. Seit vielen Jahren weisen Forscher darauf hin, dass ein Polsprung überfällig sei. Würde ein Zusammenbrechen des Magnetfeldes das Aus für die Bewohner der Erde bedeuten? In der ZDF-Doku wird erst der geologische Aufbau der Erde dargestellt, danach verschiedene Theorien über die Folgen einer Umpolung des Magnetfeldes diskutiert.