Klaus Kinski (1926-1991) war ein deutscher Schauspieler. Er war auf die Darstellung psychopathischer und getriebener Charaktere spezialisiert und zählte in diesem Rollenfach auch international zu den gefragtesten Filmschauspielern. Kinski hatte einen exzentrischen Charakter, der von liebenswürdiger Sanftheit bis zu fürchterlichen Zornesausbrüchen mit wüsten öffentlichen Beschimpfungen und Gewaltatakken reichte. Immer wenn er sich in seinem unberechenbaren Perfektionismus beleidigt sah, suchte er sich ein Opfer. Mal den Kameraassistenten, mal einen Statisten, um seine hohe Kunst der Tobsucht an ihm auszuleben. In dem Dokumentarfilm schildert der Regisseur Werner Herzog das Verhältnis zwischen ihm und Kinski, mit dem er in ihrer Jugend kurze Zeit in einer WG gelebt hatte. Herzog berichtet, dass er einerseits von Kinski verachtet und bei Dreharbeiten oft gedemütigt und wüst beschimpft wurde. Herzog beschreibt Kinski aber auch als außerordentlich fleißigen Schauspieler, der seine Rollen tagelang einstudierte. Es werden alte Drehorte und Plätze von Bedeutung in Kinskis Leben gezeigt.